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Best und Worst Practice

Best Practice – Pflichtmitteilung in den IDW-Sumpf

Leibniz-Sprecher Josef Zens

Es gibt sie, diese Fälle, sie passieren selbst den angesehensten Forschungssprechern: Da kommt ein Wissenschaftler, der immer wieder bereitwillig hilft, oder gar der Chef persönlich und bitten darum, eine Pressemitteilung herauszugeben, von der wir wissen, dass sie garantiert niemanden interessiert. Alle Argumente helfen nichts, kein „vertrauen Sie mir ruhig“, keine Warnung „das verdirbt unsere Kontakte zu den Journalisten“. Die Entscheidung bleibt: „Das muss raus.“

Kollege Josef Zens von der Leibniz Gemeinschaft gab jetzt bei der „Wissenswerte“ einen guten Tipp, wie man in dem Konflikt zwischen Belästigung der Journalisten und dienstlicher Anordnung bestehen kann: Ab in den IDW-Sumpf. Der IDW (Informationsdienst Wissenschaft)ist ein nützliches Instrument zur Verbreitung von Pressemeldungen, genauso aber lässt er sich hervorragend nutzen, um Mitteilungen herauszugeben und zugleich in den unergründlichen Tiefen des Netzes spurlos verschwinden zu lassen.

Ein paar geschickte Klicks in den Rubriken Art der Pressemitteilung und Sachgebiete steuern jede Meldung todsicher an relevanten Journalisten vorbei, die man ja auf keinen Fall mit Uninteressantem belästigen will. Und IDW liefert am Ende die Bestätigungsmail „…an xxtausend Journalisten versandt…“. Im richtigen Moment vorgelegt, stimmt so eine Mail auch einen mürrischen Chef oder Partner ganz schnell  wieder freundlich.

1 Antwort auf „Best Practice – Pflichtmitteilung in den IDW-Sumpf“

Ich möchte auf einen logischen Widerspruch im Artikel hinweisen. Man kann Meldungen im „idw-Sumpf“ versenken, indem man wenige und unpopuläre Kategorien anklickt (z.B. regionale Personalia). Dann klappt es aber nicht mit der Erfolgsmeldung, die Pressemitteilung sei an Tausende Abonnenten versandt worden. Im Übrigen, dieser Hinweis sei mir als idw-Vorstandsmitgleid gestattet, schießen sich Pressesprecher selbst ins Knie, wenn sie den idw so missbrauchen. Ich kann schon mal ankündigen, dass wir idw-intern an einer Blacklist arbeiten. Journalisten können dann den Empfang von Meldungen aus einzelnen Institutionen gezielt abbestellen. Das wird der Qualität nützen und den Wert des idw für alle erhöhen. Da bin ich mir sicher.

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