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Vom Saulus zum Paulus? – Ein Klimaforscher und kritischer Journalismus

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Klimaforscher Stephan Rahmstorf liebt kritischen Journalismus – aber nur bei den Gegnern. (Foto:PIK)

Man darf sich die Worte ruhig im Original auf der Zunge zergehen lassen. So hoch hat bisher kaum ein Wissenschaftler den kritischen Wissenschaftsjounalismus in den Himmel: „The media are the most important means by which lay people obtain their information about science. Good science journalism is therefore a decisive factor for the long-term success of modern society. Good science journalism clearly must be critical journalism, and it requires journalists who know what is what, who can put things into a perspective, and who are able to make well-informed judgements. After all, the role of science journalism is not simply to act as a ‚translator‘ who conveys the findings of scientists in a language understandable to lay people. Rather, good science journalism will provide the public with a realistic impression of what is well established in science and what are current ‚hot topics‘, uncertainties and controversies. It will also discuss the methods and social context of the scientific endeavour.” *(Übersetzung unten) Diese Sätze schrieb ein Wissenschaftler, der sich erst vor einem Jahr mit der kritischen, gut informierten und urteilenden Wissenschaftsjournalistin Irene Meichsner um die wissenschaftlichen Belege einer Aussage im Klimabericht des Weltklimarates (IPCC) so erbittert gestritten hat, dass er schließlich vom Landgericht Köln zur Unterlassung herabsetzender Äußerungen verurteilt wurde (siehe dazu in diesem Blog „Krieg um die Wahrheit – schlecht fürs Klima“. Es geht um den bekannten und renommierten Klimaforscher Stefan Rahmstorf vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung(PIK).

Rahmstorf schrieb das hohe Lob des kritischen Journalismus  jetzt in den Environmental Research Letters des britischen Institute of Physics unter dem provozierenden Titel „Scheitert Journalismus am Klima?“. Doch wer glaubt, hier sei Saulus zum Paulus geworden, wird nur wenige Sätze später eines Besseren belehrt: Kritik der Wissenschafsjournalisten möchte Rahmstorf nur an der Meinung der Andersdenkenden haben, an den Klimagegegnern. Seine Argumente sind nicht nur unwissenschaftlich, sondern zeigen auch, dass er aus den Auseinandersetzungen des letzten Jahres wenig über die Rolle und die Struktur der Medien gelernt hat. Da hält er etwa den Medien vor, dass in den USA nur wenige Menschen wissen, wieviele Klimaforscher davon überzeugt sind, dass der Klimawandel bereits begonnen hat. Als ob es wissenschaftlich relevant ist, dass über 95 Prozent der Klimaforscher so denken (beweisen lässt es sich ja trotz aller Fakten, die dafür sprechen, schon aus methodischen Gründen heute noch nicht). Wissenschaftlich richtig oder falsch ist auch keine Mehrheitsentscheidung, sonst hätte sich Einsteins Relativitätstehorie nie durchsetzen können. Und er führt zwei Beispiele für unkritischen Wissenschaftsjournalismus an, ohne auch nur mit einem Wort zu erwähnen, ob er von Wissenschaftsjournalisten oder von anderen Ressorts spricht, ob dahinter nicht eher handwerkliche Fehler stecken als mangelnde Kritikfähigkeit und Information, oder gar politische Rücksichtnahmen, die außerhalb der Redaktionen entschieden wurde. Der Klimaforscher pauschaliert und urteilt, ohne sich über das für ihn fremde Gebiet Medien informiert zu haben. Wenn das ein Journalist – kritisch – mit Rahmstorfs eigenem Fachgebiet Klimawandel tun würde…..

Was daraus folgt für die Wissenschaftskommunikation? Kaum ein anderes Forschungsgebiet hat so sehr von der Aufmerksamkeit der Medien profitiert wie die Klimaforschung. Ich selbst war einer der ersten Journalisten in Deutschland, die – vor bald vierzig Jahren – dieses Thema aufgegriffen haben. Leider ist der Lernfortschritt unserer Gesellschaft  – was den Klimawandel betrifft – anscheinend deutlich schneller als der von Wissenschaftlern, was Funktion und Bedeutung von kritischen Medien betrifft, selbst wenn sie verkünden, diese seien „most important“. Umso dringlicher zeigt dieser Fall, dass Wissenschaftler professionelle Forschungssprecher als Berater auf Augenhöhe brauchen, die sie davor bewahren, ausgerechnet die gesellschaftlichen Kräfte mit Vorwürfen zu verschrecken, auf die sie im Diskurs entscheidend angewiesen sind.

*) Nicht-autorisierte Übersetzung: „Die Medien sind der wichtigste Weg, auf dem Laien Informationen über Wissenschaft bekommen. Guter Wissenschaftsjournalismus ist daher ein entscheidender Faktor für den Langzeiterfolg einer modernen Gesellschaft. Und guter Wissenschaftsjournalismus muss ganz klar kritischer Journalismus sein, und er braucht Journalisten, die wissen, worum es geht, die Dinge in eine Perspektive stellen können, die fähig sind, die Dinge auf Grund der Fakten zu beurteilen. Vor allem sind Wissenschaftsjournalisten nicht einfach „Übersetzer“, die lediglich die Erkenntnisse von Wissenschaftlern in eine für Laien verständliche Sprache übersetzen. Vielmehr wird guter Wissenschaftsjournalismus der Öffentlichkeit einen realistischen Eindruck davon vermitteln, was in der Wissenschaft gut etabliert ist und was derzeit die „heißen Themen“, die Unsicherheiten und Kontroversen sind.“

12 Antworten auf „Vom Saulus zum Paulus? – Ein Klimaforscher und kritischer Journalismus“

Ach, ja, der Herr Korbmann ist gut, nämlich im polemisch Austeilen. Wieder mal belegt, danke. Im Einstecken ist er aber ganz klein, und noch kleiner in der sachlichen Auseinandersetzung. Darum ignoriert er den Inhalt meines Beitrags, statt sich der Kritik zu stellen – nix schreibt er zum Thema qualifizierte Meinung, nix zum Thema wissenschaftlicher Konsensus. Natürlich nicht – wäre ja dem Polemisieren im Wege.

Und mit der Wahrheit nimmt er es auch nicht so genau – auch das stört ja beim Polemisieren, und erfordert Sorgfalt. Ih bäh! Oder ist das Wort „meistens“ und die Formulierung „90%“ etwa keine Differenzierung? Aber nö, ich verurteile die Schreiberling ja „pauschal und undifferenziert“. Genau, alle 100% von ihnen….. äh, wie bitte? Ach ja, Leseschwäche beim Herrn Korbmann.

Zur Frage worum es eigentlich geht: es geht um die dummdreiste Art des Herrn Korbmann, der mit billigen Wortspielen versucht, Stimmung gegen Wissenschaftler zu machen. Kostprobe gefällig?

„Wissenschaftsjournalisten gehören nach den Regeln der deutschen Sprache eindeutig zum Bereich der Medien, nicht der Wissenschaft. Sonst wären ja Auslandsjournalisten fremdländische Agenten und ein Fußball wäre ein Fuß, kein Ball. “

Tja, das sollte der Herr Korbmann aber besser wissen, schließlich gibt er ja vor, der deutschen Sprache mächtig zu sein. Wohl in der Schule gelernt – aber eben schlecht! Denn jedem, der einmal einen Deutschunterricht genossen hat, sollte klar sein, dass die Wortbildungsregeln im Deutschen nicht eine einheitliche Regel sind, und daher solche Umkehrschlüsse nur sehr begrenzten Wert haben. Dieses Argument ist daher genauso logisch falsch und dumm, wie sie Insinuation bezüglich der Mehrheitsentscheidung.

Nun gut, möge er auf dem Niveau der US Tea Party Krawall machen, wenn er will – er muss sich nur nicht wundern, wenn er aus gebildeteren und zivilisierteren Kreisen nur Verachtung erntet.

Ach, ja, der Herr Korbmann ist gut, nämlich im polemisch Austeilen. Wieder mal belegt, danke. Im Einstecken ist er aber ganz klein, und noch kleiner in der sachlichen Auseinandersetzung. Darum ignoriert er den Inhalt meines Beitrags, statt sich der Kritik zu stellen – nix schreibt er zum Thema qualifizierte Meinung, nix zum Thema wissenschaftlicher Konsensus. Natürlich nicht – wäre ja dem Polemisieren im Wege.

Und mit der Wahrheit nimmt er es auch nicht so genau – auch das stört ja beim Polemisieren, und erfordert Sorgfalt. Ih bäh! Oder ist das Wort „meistens“ und die Formulierung „90%“ etwa keine Differenzierung? Aber nö, ich verurteile die Schreiberling ja „pauschal und undifferenziert“. Genau, alle 100% von ihnen….. äh, wie bitte? Ach ja, Leseschwäche beim Herrn Korbmann.

Zur Frage worum es eigentlich geht: es geht um die dummdreiste Art des Herrn Korbmann, der mit billigen Wortspielen versucht, Stimmung gegen Wissenschaftler zu machen. Kostprobe gefällig?

„Wissenschaftsjournalisten gehören nach den Regeln der deutschen Sprache eindeutig zum Bereich der Medien, nicht der Wissenschaft. Sonst wären ja Auslandsjournalisten fremdländische Agenten und ein Fußball wäre ein Fuß, kein Ball. “

Tja, das sollte der Herr Korbmann aber besser wissen, schließlich gibt er ja vor, der deutschen Sprache mächtig zu sein. Wohl in der Schule gelernt – aber eben schlecht! Denn jedem, der einmal einen Deutschunterricht genossen hat, sollte klar sein, dass die Wortbildungsregeln im Deutschen nicht eine einheitliche Regel sind, und daher solche Umkehrschlüsse nur sehr begrenzten Wert haben. Dieses Argument ist daher genauso logisch falsch und dumm, wie sie Insinuation bezüglich der Mehrheitsentscheidung.

Nun gut, möge er auf dem Niveau der US Tea Party Krawall machen, wenn er will – er muss sich nur nicht wundern, wenn er aus gebildeteren und zivilisierteren Kreisen nur Verachtung erntet.

Ich hoffe, dass Paläontologen bei der Diskussion über Paläontologie ein höheres Niveau anschlagen. Ich kann ja verstehen, dass jemand frustriert ist, wenn er etwa schlechte Erfahrungen mit Journalisten gemacht hat. Aber muss man diesen Frust dann gleich so pauschal und undifferenziert heraushängen lassen, ohne Rücksicht darauf, worum es eigentlich geht? Nach meiner Erfahrung wissen qualifizierte Wissenschaftler sehr gut zwischen Sachverhalten und ihren eigenen Emotionen zu unterscheiden.

Ich hoffe, dass Paläontologen bei der Diskussion über Paläontologie ein höheres Niveau anschlagen. Ich kann ja verstehen, dass jemand frustriert ist, wenn er etwa schlechte Erfahrungen mit Journalisten gemacht hat. Aber muss man diesen Frust dann gleich so pauschal und undifferenziert heraushängen lassen, ohne Rücksicht darauf, worum es eigentlich geht? Nach meiner Erfahrung wissen qualifizierte Wissenschaftler sehr gut zwischen Sachverhalten und ihren eigenen Emotionen zu unterscheiden.

Ja, die Journalisten glauben immer (gut, meistens: meiner Erfahrung nach 90%):
1) die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben
2) besser als alle anderen kommunizieren können (aber warum lernen die Menschen dass so viel gequirlte Fäkalien aus der Presse?)
3) dass alle sie bescheissen wollen, und sie durch „kritischen Journalismus“ dagegen kämpfen müssen
4) dass alle Meinungen gelcih viel Wert sind
5) dass man nach drei Telefonanrufen bei irgendwem zu einem Thema genauso qualifiziert Äußerungen machen kann, wie ein echter Fachmann.

Fakten? Nein danke, zu mühsam! Mehr als ein kurzer Blick auf einen leicht kommunizierbaren Happen ist nicht drin, man könnt‘ ja was denken müssen.

Und dann wird gern jedes Argument solange gedreht, bis es passt. Siehe oben: Wissenschaft sei keine Mehrheitsentscheidung, daher zählt es gar nichts, ob es einen Konsensus gibt. Natürlich Quark, denn hier geht es ja schließlich nicht um „Glauben“, wo tatsächlich jede Meinung gleichwertig ist, sondern um informierte Überzeugungen. und da ist die Meinung, die auf ausführlichem Studium von Fakten und Wahrscheinlichkeiten beruht, durchaus mehr wert, als irgendein spontanes oder gar bezahltes Gelaber. Wenn dann die große Mehrheit eines großen Anzahl von informierten Meinungen übereinstimmt, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie Recht haben. Ein Journalist, der so etwas nicht verstehen kann oder will, sollte seine Brille in Zukunft bitte beim Metzger holen, seine Kopfschmerzen vom Malermeister heilen lassen, und sein Auto dem Germanisten zur Reparatur übergeben.

„Kaum ein anderes Forschungsgebiet hat so sehr von der Aufmerksamkeit der Medien profitiert wie die Klimaforschung.“
Ja, in der Tat – wenn man es als profitabel ansieht, dass jeder Schafschiss als heilige Wahrheit rausposaunt wird, egal ob es offensichtlich eine Werbemaßnahme der Industrie ist. Kompetenz sieht man Journalisten leider selten – wie oben mal wieder exzellent dokumentiert.

Ach ja, und „wenig über die Rolle und die Struktur der Medien gelernt“ – warum soll man sich bitte einstellen auf etwas qualitativ miserables wie die Mehrheit der Presse?

Ja, die Journalisten glauben immer (gut, meistens: meiner Erfahrung nach 90%):
1) die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben
2) besser als alle anderen kommunizieren können (aber warum lernen die Menschen dass so viel gequirlte Fäkalien aus der Presse?)
3) dass alle sie bescheissen wollen, und sie durch „kritischen Journalismus“ dagegen kämpfen müssen
4) dass alle Meinungen gelcih viel Wert sind
5) dass man nach drei Telefonanrufen bei irgendwem zu einem Thema genauso qualifiziert Äußerungen machen kann, wie ein echter Fachmann.

Fakten? Nein danke, zu mühsam! Mehr als ein kurzer Blick auf einen leicht kommunizierbaren Happen ist nicht drin, man könnt‘ ja was denken müssen.

Und dann wird gern jedes Argument solange gedreht, bis es passt. Siehe oben: Wissenschaft sei keine Mehrheitsentscheidung, daher zählt es gar nichts, ob es einen Konsensus gibt. Natürlich Quark, denn hier geht es ja schließlich nicht um „Glauben“, wo tatsächlich jede Meinung gleichwertig ist, sondern um informierte Überzeugungen. und da ist die Meinung, die auf ausführlichem Studium von Fakten und Wahrscheinlichkeiten beruht, durchaus mehr wert, als irgendein spontanes oder gar bezahltes Gelaber. Wenn dann die große Mehrheit eines großen Anzahl von informierten Meinungen übereinstimmt, so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie Recht haben. Ein Journalist, der so etwas nicht verstehen kann oder will, sollte seine Brille in Zukunft bitte beim Metzger holen, seine Kopfschmerzen vom Malermeister heilen lassen, und sein Auto dem Germanisten zur Reparatur übergeben.

„Kaum ein anderes Forschungsgebiet hat so sehr von der Aufmerksamkeit der Medien profitiert wie die Klimaforschung.“
Ja, in der Tat – wenn man es als profitabel ansieht, dass jeder Schafschiss als heilige Wahrheit rausposaunt wird, egal ob es offensichtlich eine Werbemaßnahme der Industrie ist. Kompetenz sieht man Journalisten leider selten – wie oben mal wieder exzellent dokumentiert.

Ach ja, und „wenig über die Rolle und die Struktur der Medien gelernt“ – warum soll man sich bitte einstellen auf etwas qualitativ miserables wie die Mehrheit der Presse?

Hallo Rick,
ich nehme an, Du bist Wissenschaftler, jedenfalls überträgst Du die einige Prinzipien aus der Wissenschaft ohne weiteres auf Wissenschaftsjournalisten und Journalisten im Allgemeinen. Da kann man ganz schön daneben liegen.
Zunächst einmal: Wissenschaftsjournalisten gehören nach den Regeln der deutschen Sprache eindeutig zum Bereich der Medien, nicht der Wissenschaft. Sonst wären ja Auslandsjournalisten fremdländische Agenten und ein Fußball wäre ein Fuß, kein Ball. Ich denke, auch nach den Kriterien der Wissenschaft ist es wohl definitiv zu früh, die Klimaforschung heute als „empirische Atmosphärenforschung“ zu bezeichnen. Sie setzt sich selbst als Zeit-Maßstab 30 Jahre (ist selbst kaum älter) und Klimamodelle sind zunächst einmal nichts andere als mathematische Modelle, also Theorie. Ganz generell wird aber jeder Wissenschaftler unterschreiben, dass wissenschaftliche Ergebnisse keine Frage von Mehrheiten sind, sondern von Fakten.
Nein, dieser Blog ist nicht neutral und objektiv (können dies Menschen überhaupt sein, einschließlich der Wissenschaftler?). Ja er ist ideologisch eingefärbt. Meine Ideologie (mehr dazu in diesem Blogpost): Ich halte Wissenschaft für sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Sie wird aber verlieren, wenn sie nicht lernt, auf die Entwicklungen der Gesellschaft zu reagieren, mit der Gesellschaft zu kommunizieren, deren Teil sie ist. Und das geht nun einmal nicht nach den Kriterien der Wissenschaft, sondern nach den Spielregeln der Gesellschaft. Deshalb engagiere ich mich für Wissenschaftskommunikation.

Hallo Rick,
ich nehme an, Du bist Wissenschaftler, jedenfalls überträgst Du die einige Prinzipien aus der Wissenschaft ohne weiteres auf Wissenschaftsjournalisten und Journalisten im Allgemeinen. Da kann man ganz schön daneben liegen.
Zunächst einmal: Wissenschaftsjournalisten gehören nach den Regeln der deutschen Sprache eindeutig zum Bereich der Medien, nicht der Wissenschaft. Sonst wären ja Auslandsjournalisten fremdländische Agenten und ein Fußball wäre ein Fuß, kein Ball. Ich denke, auch nach den Kriterien der Wissenschaft ist es wohl definitiv zu früh, die Klimaforschung heute als „empirische Atmosphärenforschung“ zu bezeichnen. Sie setzt sich selbst als Zeit-Maßstab 30 Jahre (ist selbst kaum älter) und Klimamodelle sind zunächst einmal nichts andere als mathematische Modelle, also Theorie. Ganz generell wird aber jeder Wissenschaftler unterschreiben, dass wissenschaftliche Ergebnisse keine Frage von Mehrheiten sind, sondern von Fakten.
Nein, dieser Blog ist nicht neutral und objektiv (können dies Menschen überhaupt sein, einschließlich der Wissenschaftler?). Ja er ist ideologisch eingefärbt. Meine Ideologie (mehr dazu in diesem Blogpost): Ich halte Wissenschaft für sehr wichtig für unsere Gesellschaft. Sie wird aber verlieren, wenn sie nicht lernt, auf die Entwicklungen der Gesellschaft zu reagieren, mit der Gesellschaft zu kommunizieren, deren Teil sie ist. Und das geht nun einmal nicht nach den Kriterien der Wissenschaft, sondern nach den Spielregeln der Gesellschaft. Deshalb engagiere ich mich für Wissenschaftskommunikation.

Wissenschaftsjournalismus sollte sich an den üblichen methodischen Grundsätze aus beiden Bereichen die er berührt orientieren: Wissenschaft und Journalismus. Einsteins fundamentale Beiträge zur theoretischen Grundlagenphysik mit der empirischen Atmosphärenforschung zu vergleichen, ist aber bereits ein rhetorischer Kniff aus der Werbe- und Propaganda Trickkiste. Mit Ihrer Erfahrung in diesem Bereich wissen Sie das auch. Äpfel und Birnen kann man ja noch vergleichen, aber Äpfel und Glühbirnen? Darüber hinaus: Welcher Wissenschaftsjournalist ist denn heute noch in der Lage ohne Beratung durch seriöse Fachwissenschaftler tatsächlich zu beurteilen, was seriöse Wissenschaft ist, und was nicht? Alleine hier auf dieser Seite hier hatte ich bereits nach 10 Minuten „browsen“ etliche plakative Behauptungen gesehen, die meiner (fachlichen) Einschätzung bestimmter Sachverhalte diametral entgegenstehen. Neutral scheint mir dieses Blog nicht zu sein, sondern eher ideologisch eingefärbt. Das sollten weder Wissenschaftsjournalismus noch Wissenschaft sein. Zumindest sollte nach Neutralität und Objektivität gestrebt werden. Das sehe ich hier erstmal nicht. Ich werde mich aber weiter umschauen.

Wissenschaftsjournalismus sollte sich an den üblichen methodischen Grundsätze aus beiden Bereichen die er berührt orientieren: Wissenschaft und Journalismus. Einsteins fundamentale Beiträge zur theoretischen Grundlagenphysik mit der empirischen Atmosphärenforschung zu vergleichen, ist aber bereits ein rhetorischer Kniff aus der Werbe- und Propaganda Trickkiste. Mit Ihrer Erfahrung in diesem Bereich wissen Sie das auch. Äpfel und Birnen kann man ja noch vergleichen, aber Äpfel und Glühbirnen? Darüber hinaus: Welcher Wissenschaftsjournalist ist denn heute noch in der Lage ohne Beratung durch seriöse Fachwissenschaftler tatsächlich zu beurteilen, was seriöse Wissenschaft ist, und was nicht? Alleine hier auf dieser Seite hier hatte ich bereits nach 10 Minuten „browsen“ etliche plakative Behauptungen gesehen, die meiner (fachlichen) Einschätzung bestimmter Sachverhalte diametral entgegenstehen. Neutral scheint mir dieses Blog nicht zu sein, sondern eher ideologisch eingefärbt. Das sollten weder Wissenschaftsjournalismus noch Wissenschaft sein. Zumindest sollte nach Neutralität und Objektivität gestrebt werden. Das sehe ich hier erstmal nicht. Ich werde mich aber weiter umschauen.

The duty to publicize scientific results has two sources. The first springs from the societal use of knowledge. Not only the scientific community cares about the results but the whole society (Nida-Rümelin (1996) p.794; McLaren (1999) p.101). Here science journalists are in charge to communicate the results comprehensibly. This means that also the transferring and translating role of science journalism is important and has its moral reasons. The other – even more important role – comes from the second source. This is the role of skeptical accompaniment of the scientific enterprise. Scientific knowledge is in need of critical review. And the review can also be done by science journalists. There is no sound argument to restrict it to peer scientists.

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