Kategorien
Beruf Wissenschaftskommunikation Best und Worst Practice Wissenschaft und Kommunikation

Was bringt online? – Die große „Science online“ Konferenz in USA

Reiner_Blog_miniScionlineTogether_horiz_klein

Ohne Internet ist Wissenschaftskommunikation nicht mehr möglich. Das wurde frühzeitig in den USA erkannt, deshalb findet dort jedes Jahr die „Science online 2014“-Konferenz statt, von Donnerstag bis Samstag letzter Woche bereits zum achten Mal. Dabei geht es nicht nur um Wissenschaftskommunikation, sondern auch um Fragen wie Open Access, das Internet als Datenquelle, Online-Vorlesungen oder die Rolle von Frauen in der Forschung. Aber es geht auch um Wissenschaftskommunikation.

Scio13-0703-cropped_kleinBei der „Science Online together 2014“ (#scio14), die gerade an der North Carolina State University in Raleigh zu Ende ging, gab es natürlich viele spannende Themen der Wissenschaftskommunikation. Zwar konnte ich nicht dabei sein, aber das Internet macht es möglich, wenigsten ein paar Gedankensplitter und Argumente mitzubekommen. Was ich gefunden habe, habe ich in sechs Storify’s gesammelt.

mckimmoncenter1_klein
Das McKimmon-Tagungszentrum der North Carolina State University.

Ein Wort zu Storify: Ein nützliches Online-Tool um Tweets, Dokumente und Internet-Links zu einem Thema zusammen zu stellen. Mit einem Nachteil: Es sammelt nur das, was schon online ist. Und von einer laufenden Konferenz sind das vor allem Tweets von Teilnehmern und vorbereitende Dokumente und Berichte. Nicht ideal, aber besser, als gar nichts mitzubekommen. Und wer sich die Mühe macht, sich in die Storify’s einzelner Sitzungen konzentriert einzulesen, wird bald gefangen genommen sein, denn tatsächlich wird man – vor allem bei der Mehrzahl der amerikanischen Tweets – ganz gut informiert und bekommt sogar ein wenig von der Atmosphäre der Tagung mit: Viel Spaß.

Hier die Storifys von der „Science Online Togehther 2014“:

  • Die vielen Sprachen der Wissenschaft – Sollten wir auch auf Englisch kommunizieren? (Non-English Science Communication): Englisch ist die Lingua franca der Wissenschaft. Oft genug fällt es deutschen Forschern schwer über ihr Fach in Deutsch zu reden. Umso größer ist das Problem bei internationalen Projekten oder in den USA. In welcher Sprache soll Wissenschaft kommunizieren?
  • „Design Thinking“ – Kommunizieren mit Konzept (Design Thinking and Innovation for Science Communication): Systematisches Projektmanagement ist leider noch viel zu selten bei Projekten in der Wissenschaftskommunikation. „Design Thinking“ könnte eine Anregung sein, es häufiger anzuwenden, zumal – auch im verlinkten Begleitmaterial – gute Hinweise gegeben werden, wie man damit anfangen kann.
  • Beyond the Press Release – Welches Pressematerial online? (Beyond the Press Release: Developing Online Press Materials): Ganz praktisch orientiert war die Sitzung über Pressematerial online. Genügt die herkömmliche Pressemitteilung? Oder brauchen Journalisten heute mehr? Tipps und nützliche Hinweise von den amerikanischen Forschungssprechern.
  • Communication-Psychology? – Kommunikation ist Psychologie! ( How Psych Research can inform effective communication): Das Entscheidende bei der Kommunikation sind nicht die Inhalte, sondern die Psychologie. Motivation, Wahrnehmung, Einstellung …. Kommunikatoren könnten von Psychologen eigentlich ganz viel lernen. Doch manchmal entwickelt es sich anders, wie bei dieser Diskussion bei „Science Online“ in Raleigh.
  • Research on Science Communication – Können wir die Forschung praktisch nutzen? (Data-Based Communication: Insights from Science Communication Research): Forschen über Wissenschaftskommunikation? In Deutschland eher noch ein Hobby einzelner Kommunikationsforscher, die meist mehr die Effekte auf die Wissenschaft als die Vorgänge in der Gesellschaft betrachten. Ganz anders in den USA (siehe dazu auch der Blogpost Warum brauchen wir Wissenschaftskommunikation? – Papierstapel die Zweite). Doch hilft das für die Praxis?
  • Communicate Uncertainties – Wie sicher ist unsicher? (How to Communicate Uncertainty with the brevity that online communication requires): In der Wissenschaft ist nichts sicher und dennoch erwartet die Gesellschaft von ihr sicheres Wissen. Wie sich die Kommunikation in diesem Dilemma am besten verhält, darüber ging es bei einer spannenden Diskussion bei „Science online 2014“ in Raleigh.

Allen Lesern viel Spaß mit den Storify’s. Und eine große Bitte: Hinterlassen Sie mir einen Kommentar, wie wertvoll diese Storify’s für Sie sind. Drei Sammlungen sind jetzt erschienen:

 

6 Antworten auf „Was bringt online? – Die große „Science online“ Konferenz in USA“

Liebe Frau Rötger,
ein Storify ist höchstens die viertbeste Möglichkeit, sich zu informieren – nach dem Dabeisein, einem Videostreaming und einer inhaltlichen Berichterstattung. Das ist mir bewusst. Da aber bei uns so wenig über spannende Tagungen in den USA zu lesen ist, ich auch nicht ständig über den großen Teich jetten kann, denke ich, es ist besser, als gar nichts von der Tagung zu erfahren. Ich sammle gegenwärtig Rückkopplungen, ob meine Leser das auch so sehen. Bitte melden.

Liebe Frau Rötger,
ein Storify ist höchstens die viertbeste Möglichkeit, sich zu informieren – nach dem Dabeisein, einem Videostreaming und einer inhaltlichen Berichterstattung. Das ist mir bewusst. Da aber bei uns so wenig über spannende Tagungen in den USA zu lesen ist, ich auch nicht ständig über den großen Teich jetten kann, denke ich, es ist besser, als gar nichts von der Tagung zu erfahren. Ich sammle gegenwärtig Rückkopplungen, ob meine Leser das auch so sehen. Bitte melden.

Lieber Herr Korbmann,
ich hatte von der Konferenz gehört und finde es prima, dass Sie hier zu wichtigen Punkten per Storify Gedankensplitter sammeln. Aber man merkt natürlich auch die Grenzen der automatischen Sammlung: So bin ich aus dem Storify zur Wissenschaftkommunikation in nicht-englischen Sprachen nicht schlau geworden.Was war das Fazit?

Großartig dagegen das Storify zu Psychologie und zur Forschung zur Wissenschaftskommunikation, das werde ich gut brauchen können, eine Schatzkiste!

Viele Grüße
Antonia Rötger

Lieber Herr Korbmann,
ich hatte von der Konferenz gehört und finde es prima, dass Sie hier zu wichtigen Punkten per Storify Gedankensplitter sammeln. Aber man merkt natürlich auch die Grenzen der automatischen Sammlung: So bin ich aus dem Storify zur Wissenschaftkommunikation in nicht-englischen Sprachen nicht schlau geworden.Was war das Fazit?

Großartig dagegen das Storify zu Psychologie und zur Forschung zur Wissenschaftskommunikation, das werde ich gut brauchen können, eine Schatzkiste!

Viele Grüße
Antonia Rötger

Hy!

Toller Beitrag und hilft mir ganz gut weiter. Von dieser Konferenz habe ich noch nichts gehört und das mit Storify werde ich auch probieren vlt finde ich Wissenswertes für meine Arbeit.

Ich habe eine Bitte könntet ihr an dieser Umfrage teilnehmen? Sie behandelt das Thema Wissenschaftsmarketing/Wissenschaftskommunikation im Internet.

Auch bitte mit anderen Interessierten teilen.

https://hbms-ainf.uni-klu.ac.at/hbms-limesurvey/index.php/838486/lang-en

Hy!

Toller Beitrag und hilft mir ganz gut weiter. Von dieser Konferenz habe ich noch nichts gehört und das mit Storify werde ich auch probieren vlt finde ich Wissenswertes für meine Arbeit.

Ich habe eine Bitte könntet ihr an dieser Umfrage teilnehmen? Sie behandelt das Thema Wissenschaftsmarketing/Wissenschaftskommunikation im Internet.

Auch bitte mit anderen Interessierten teilen.

https://hbms-ainf.uni-klu.ac.at/hbms-limesurvey/index.php/838486/lang-en

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.