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Wo lernt man Wissenschaftskommunikation? – Zwei interessante Versuche

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Die große Frage: Wo lernt man Wissenschaftskommunikation – Gibt es jetzt gleich zwei Antworten? (Bild: G.Altmann/Pixelio)

Reiner_Blog_miniWissenschaftskommunikation ist eines der spannendsten Berufsfelder, die ich mir vorstellen kann: Einerseits Inhalte, die ständig die große Frage „was die Welt im Innersten zusammenhält“ berühren, dabei mitwirken, wenn neues Wissen geschaffen wird, ständig in Kontakt mit den spannendsten Köpfen unserer Zeit – andererseits der ständige Versuch, Kommunikation zu verstehen (eine der wichtigsten und komplexesten menschlichen Handlungen), anderen dies erklären und zielgerichtet zu praktizieren, Psychologie, gesellschaftliche Entwicklungen, politische Strömungen, neue und alte Medien mit ihren unterschiedlichsten Techniken und Wirkungen in die eigene Arbeit mit einzubeziehen…

VerlängerungIch könnte seitenlang von den vielfältigen Herausforderungen dieses Berufsfelds schwärmen. Umso schlimmer, dass man nirgendwo in Deutschland Wissenschaftskommunikation umfassend und profund lernen kann, dass es nirgendwo eine adäquate Ausbildung für die vielseitigen Anforderungen gibt. So lautete mein Urteil vor fast genau zwei Jahren, als eine junge Kollegin mich fragte, wo sie am besten Wissenschaftskommunikation lernen kann: Die große Frage – Wo lernt man Wissenschaftskommunikation?

In der Zwischenzeit gab es viele weitere Enttäuschungen, verpasste Gelegenheiten, ja Negativmeldungen, wenn es um Ausbildung für Wissenschaftskommunikation ging. Bis zu diesem „heißen Sommer der Wissenschaftskommunikation“. Endlich gibt es nicht nur anregende Diskussionen, wie in Deutschland Wissenschaftskommunikation professionalisiert werden könnte: Jetzt gibt es auch zwei vielversprechende Ansätze für eine profunde, zielführende Ausbildung in diesem herausfordernden, aber umso faszinierenderen Berufsfeld.

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Rhein-Waal in Kleve – Junge Fachhoschule mit neuen Ideen: Wissenschaftskommunikation. (Foto: Kreis Kleve)

Zwei Studiengänge für Wissenschaftskommunikation – zumindest eine Hoffnung

Zwei Studiengänge – einer an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve am Niederrhein, direkt an der niederländischen Grenze, einer am Karlsruhe Institute of Technology (KIT) in Karlsruhe – könnten erstmals in Deutschland eine umfassende, profunde und zielgerichtete akademische Ausbildung bieten. Ich schreibe bewußt im Konjunktiv, denn bei Ausbildungsstätten weiß man – verständlicherweise – erst mit den Absolventen, ob sie gut sind oder nicht, und nach den Studienplänen lässt sich die Qualität theoretisch schon gar nicht beurteilen. Immerhin eines zeigen diese Unterlagen aus Karlsruhe und Kleve: Es geht in die richtige Richtung. Außerdem sind die beiden Protagonisten der Studiengänge einschlägig bekannt, aufgrund ihres Engagements in der Vergangenheit traue ich ihnen Einiges zu.

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Von Darmstadt nach Karlsruhe – Prof. Lessmöllmann leitet das reformierte Studium „Wissenschaft – Medien – Kommunikation“.

Wie so oft, sind es wieder einmal die neuen Köpfe, die Veränderungen bringen. Die Hochschule Rhein-Wall berief Alexander Gerber, engagierter Blogger (sic – science&innovation communication) und mit seinem Beratungsunternehmen Innokomm einer der Vorkämpfer professioneller Wissenschaftskommunikation, zum ordentlichen Professor für Wissenschaftskommunikation und ermöglichte ihm gleich den Aufbau des Bachelor-Studiengangs „Science Communication and Bionics (Wissenschaftskommunikation)“ – witzigerweise nicht in der Fakultät „Kommunikation und Umwelt“, sondern bei „Technologie und Bionik“. Das KIT hat die Professorin Annette Lessmöllmann, die in Damstadt innerhalb weniger Jahre aus dem Nichts eine ordentliche Ausbildung für Wissenschaftsjournalisten aufgebaut hatte (und die jetzt dort eine große Lücke hinterlässt – der Studiengang läuft aus), nach Karlsruhe zur Leiterin der Abteilung Wisenschaftskommunikation berufen – nicht des KIT, sondern des Instituts für Germanistik – und zur Leiterin des seit 2012 existierenden Studiengangs „Wissenschaft – Medien – Kommunikation“.

Von Null auf Hundert in wenigen Wochen: Wissenschaftskommunikation in Kleve

Alexander Gerber konnte von Null beginnen: Es gab an der Hochschule Rhein-Waal kein ähnliches Studium. Umso anerkennenswerter, in welch kurzer Zeit er den Studiengang aufgebaut hat. Viele Defizite, die ich erwähnen werde, sind wahrscheinlich auf die Eile zurück zu führen. Zum Beispiel, dass der Studienplan auf der Website noch etwas grob strukturiert und die Angaben über Inhalte der einzelnen Vorlesungen noch vage sind. Immerhin beeindruckend: Die Liste der externen Dozenten, die in das Studium mit eingebunden sind. Das verspricht viel Bezug zur Praxis, Tipps und Hinweise aus erster Hand sowie verwertbare Kontakte für die Studierenden beim späteren Berufseinstieg. Bereits zum Einstieg werden Vorlesungen angeboten, die einen Blick über den Zaun der Wissenschaftskommunikation erlauben: Kommunikation für Institutionen, Marketing, politische Kommunikation – ganz nach dem (zutreffenden) Motto: Wissenschaftskommunikation hat ihre wichtigen Besonderheiten, aber auch viele grundlegende Gemeinsamkeiten mit anderen Kommunikationsberufen, von denen sie lernen kann. Als naturwissenschaftliches Begleitprogramm gibt es reichlich Vorlesungen zur Bionik, vor allem wenn man nach dem dritten Semester den Weg zum „Bachelor of Science“ wählt (alternativ: Bachelor of Arts). Die enge Anbindung an das wissenschaftliche Studium ist bei einem Bachelor-Studiengang wohl nötig, Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens, der Strukturen und Normen in den Wissenschaften sind als Grundausbildung unverzichtbar, und hier ist es – etwas eng, aber angesichts der Fakultät natürlich – die Bionik.

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Vom Berater zum Professor für International Science Communication – Alexander Gerber ist für den Studiengang in Kleve verantwortlich.

Auf den ersten Blick erstaunlich war für mich, dass Alexander Gerber, der sehr auf gesellschaftsorientierte Wissenschaftskommunikation ausgerichtet ist, relativ wenig Grundlagen zu den „weichen Fächern“ der Wissenschaftskommunikation anbietet, wie Soziologie, Psychologie oder Kommunikationswissenschaften. Bei einer zweiten Analyse des Programms aber wurde mir dann deutlich, warum: Dies ist eine Fachhochschule, hier werden Praktiker ausgebildet. Und tatsächlich vermittelt das Ausbildungsprogramm vor allem praktische Kenntnisse, angefangen vom Management, über Schreiben und Recherchieren bis zu den Strukturen der Medien und der Journalisten.

Ein besonderes Schwergewicht legt Prof. Gerber auf den internationalen Aspekt. Studiensprache ist ausschließlich Englisch. Sicher ist das interessant, vor allem auch angesichts der grenznahen Lage von Kleve, sicher eröffnet das, wie Gerber schreibt, zusätzliche Arbeitsmöglichkeiten für die Absolventen in internationalen Organisationen oder bei der EU. Ich habe aber meine Zweifel, ob sich das auszahlt (eventuell bin ich da nicht allein, denn Gerbers Lehrstuhl nennt sich „International Science Communication“, in der Beschreibung des Studiengangs ist von „International“ nur noch am Rande zu lesen). Warum meine Skepsis? Nun das Kommunikationsverhalten der Wissenschaft, Kommunikation und Medien generell, aber auch Methoden und Reaktionen der Gesellschaft auf Wissenschaft sind derart kulturspezifisch, das ein internationaler Vergleich zwar erhellend sein mag, ob er in der eigenen Arbeit hilft, weiß ich nicht. Schon zwischen Deutschland und Frankreich beispielsweise bestehen riesige Unterschiede in den Wegen, Themen und Vorgehensweisen, dass ich – trotz Europa – immer eine Ausbildung vorziehen würde, die auf die nationalen Situationen und Probleme zugeschnitten ist.

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Altehrwürdige Technische Universität – Das KIT in Karlsruhe will Journalisten und Kommunikatoren ausbilden.

Heute Bachelor, morgen Master – Wissenschaftskommunikation in Karlsruhe

Nun der zweite Studiengang in Karlsruhe, wo ja auch das NaWik zu Hause ist, das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation, das leider aber ganz andere Zielsetzungen hat als die Ausbildung von Forschungssprechern: Studiengang Wissenschaft – Medien – Kommunikation am KIT in Karlsruhe. Er wurde umgebaut, nachdem vor einem knappen Jahr Annette Lessmöllman nach Karlsruhe berufen wurde. Es war sicher nicht ganz leicht, diesem einstmals eher verschwommenen Sowohl-Alsauch-Studium zu einem Profil zu verhelfen und konkrete Perspektiven für einen berufsqualifizierenden Abschluss zu schaffen. Denn er hat eigentlich die Zielsetzung, im Bachelor-Studiengang sowohl Wissenschaftsjournalisten und als auch Wissenschaftskommunikatoren akademisch auszubilden. Das ist –  im Gegensatz zu weitverbreiteter Ansicht – nicht immer sinnvoll, da die Anforderungsprofile beider Berufsfelder weit auseinanderliegen. Hier aber erscheint es eher logisch, denn ab 2015 sind zwei Master-Studiengänge geplant, jeweils einer für Journalisten und einer für Forschungssprecher. Da ist das gemeinsame Grundrüstzeug sicher passend im Bachelor-Studium verpackt. Und außerdem schadet es nichts, wenn das eine Berufsfeld ein bisschen mehr über das andere Bescheid weiß.

Wer nur die Beschreibungen der Studiengänge in Kleve und Karlsruhe im Internet vergleicht, mag sich erst ein wenig über die Mono-Perspektive der Karlsruher wundern. Während Gerber auch die Bedeutung des Berufsfelds Wissenschaftskommunikation angesichts der gesellschaftlichen Veränderungen darstellt, geht es in Karlsruhe vor allem um die Verbreitung und Akzeptanz der Weltsicht von Forschern. Wer dann aber die Studienpläne vergleicht, bekommt genau den umgekehrten Eindruck: In Karlsruhe ist das Wissen um die Gesellschaft fester Bestandteil des Lehrprogramms, von den Medienwissenschaften bis hin zu Medienanalyse und Methoden empirischer Sozialforschung.

Insgesamt erscheint der Studienplan in Karlsruhe abstrakter und theoretischer als der in Kleve, wie es sich eben für eine traditionelle Universität im Vergleich zu einer Fachhochschule gehört. Man merkt kaum, dass Kommunikation eine Managementaufgabe ist. Das Schwergewicht liegt auf Theorie. Das ist sicher berechtigt, ich frage mich aber, ob es nicht auch an einer Universität möglich ist, einen stärkeren Praxisbezug zu schaffen, etwa durch Einbau von externen Dozenten, die aus der Praxis kommen, durch Dozenten, die von anderen Forbildungsstätten kommen, wie sie für PR und Öffentlichkeitsarbeit landesweit existieren, und die viele wertvolle Werkzeuge bieten, die für die Wissenschaftskommunikation äußerst nützlich wären, oder selbst von der eigenen Universität, aus anderen Fachbereichen oder auch aus der Hochschulverwaltung (wo es – beispielhaft! – praktische Ansätze zum Kommunikationscontrolling gibt). Ich hoffe da auf den Master-Studiengang. Im Vergleich zu Kleve jedenfalls ist die Liste externer Dozenten in Karlsruhe kurz und stark auf den Journalismus orientiert, aber das ist angesichts der Vergangenheit von Prof. Lessmöllman ja auch verständlich. Da lässt sich das Netzwerk noch in die Szene der Kommunikation und der Öffentlichkeitsarbeit ausbauen.

Ein ausreichend Maß an Theorie hat für die Absolventen aber auch einen Vorteil: Es gibt ihnen die Chance, später Erscheinungen und Probleme zu erkennen und zu analysieren, an die bei ihrem Studium noch niemand gedacht hat. Daraus leite ich auch meine Empfehlung für Interessierte ab: Wer fundiert ausgebildet mit einem breiten Horizont, auch ins Ausland, und mit vielen Kontakten in die Wissenschaftskommunikation einsteigen will, sollte sich das Angebot in Kleve anschauen. Das ist ein Programm für Praktiker, für die es immer und überall eine Aufgabe gibt. Wer dagegen die Prozesse zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verstehen und mitgestalten will, wer vielleicht als Endziel nicht nur einfach „Pressesprecher“, sondern höhere Weihen anpeilt, Kommunikationsprojekte mit Tiefgang und langem Atem konzipieren und mitgestalten will, für den ist sicher das Angebot in Karlsruhe interessant. Er sollte unbedingt aber von Vornherein den Master-Studiengang mit einplanen.

Eine Entschuldigung muss ich für alle potenziellen Einsteiger gleich anfügen: Mein Beitrag zu diesen beiden neuen Möglichkeiten, Wissenschaftskommunikation zu lernen, kommt um mindestens sechs Wochen zu spät: Die Anmeldefristen für das kommende Wintersemester sind am 15. Juli abgelaufen. Ich bitte um Entschuldigung, aber die aktuellen Studienkonzepte wurden erst so spät ins Web gestellt, dass mir keine Zeit mehr blieb, rechtzeitig beide zu vergleichen und diesen Blogpost zu verfassen. Immerhin ein kleiner Trost: Während ich dies schreibe kommt aus Kleve die Meldung, dass dort die Anmeldefrist bis 15. August verlängert wurde.

Nicht viel Zeit, aber frisch gewagt ist halb gewonnen!

3 Antworten auf „Wo lernt man Wissenschaftskommunikation? – Zwei interessante Versuche“

Lieber Herr König,
wenn ich den Begriff „Wissenschaftskommunikation“ wissenschaftlich nach der Bedeutung der Einzelworte definiere, haben Sie natürlich recht. Dann gehört dazu die Arbeit der Wissenschaftsjournalisten ebenso wie die Lehrtätigkeit der Professoren (und Mitarbeiter!). Denn auch für die Wissenschaft gilt das Watzlawick-Prinzip „Man kann nicht nicht kommunizieren“.
Wenn ich über das Berufsfeld Wissenschaftskommunikation schreibe, dann verwende ich diesen Begriff ganz eindeutig in der engeren Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit bzw. der Kommunikation zwischen Wissenschaft und den anderen Bereichen der Gesellschaft, wie er sich in den letzten zwanzig Jahren aus dem englischen „Science Communication“ herausgebildet hat. In diesem Sinn ist Wissenschaftskommunikation auch mehr als nur Wissenschaft zu vermitteln. Die Werkzeuge des Wissenschaftsjournalismus (Recherchieren, Formulieren, Zielgruppenansprache) gehören zwar auch zum Rüstzeug von Wissenschaftskommunikatoren (ich finde das Wort furchtbar, bevorzuge „Forchungssprecher“), sie reichen allein aber bei Weitem nicht aus um gute Wissenschaftskommunikation zu machen. Als langjähriger Wissenschaftsjournalist weiß ich gut, was alles fehlt – Werkzeuge aus der Psychologie, den Sozialwissenschaften, der Gesellschaftspolitik, dem Marketing, den Kommunikationswissenschaften – nicht nur um die unterschiedlichen Medien zu beherrschen, sondern um auch gezielt Profile zu entwickeln, Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten, den oder die richtigen Kommunikationswege für Botschaften und Gesprächsangebote zu erarbeiten. Und dies auch noch unter den Normen und Rahmenbedingungen der Wissenschaft passend einzusetzen. All das brauchen Journalisten normalerweise nicht. Deshalb ist es so wichtig, dass man Wissenschaftskommunikation als Beruf auch bei uns lernen kann, in Kleve und Karlsruhe gibt es jetzt wenigstens zwei interessante Versuche dazu.

Lieber Herr Korbmann, mag man vielleicht „Wissenschaftskommunikation“ als den weiteren Begriff fassen, so sollte man nicht unterschätzen, dass etwa Studiengänge wie „Wissenschaftsjournalismus“ auch zur Arbeit in der Wissenschaftskommunikation befähigen. Wie überhaupt für mich der Begriff „Wissenschaftskommunikation“ ziemlich unscharf ist und an seinen Rändern schnell zerfranst. Worum geht es eigentlich? Um die Fähigkeit, „mit entsprechenden Methoden oder Instrumenten Wissenschaft“ (welches Fach auch immer) einer wie auch immer gearteten Öffentlichkeit zu vermitteln? Ein Wissenschaftsjournalist tut das auch, aber jeder Prof, der an der Uni lehrt, macht vermittelt das seinen Studierenden (zielgruppenadäquat). Oder steckt da mehr hinter? Über diese Frage kann man lang und breit diskutieren, aber bringt sie uns wirklich weiter? Ich bin mir nicht so sicher, aber wenn ich an die Diskussionen in Hannover zurückblicke, hätte ich mir eine klarere Definition bzw. ein gemeinsames Verständnis, worum es insgesamt geht, gewünscht.
Viele Grüße
Josef König

Besten Dank für die Erläuterungen, lieber Kollege Korbmann.

Die Angebote in Karlsruhe und hier bei uns am Niederrhein sehe ich selbst nicht ganz so nah beieinander wie Sie, aber das wird sich ohnehin alles in den kommenden Monaten noch herauskristallisieren.

Kurz zu drei in Ihrem Text aufgeworfenen Fragen:

Theorie…
…bleibt natürlich auch ich meinen Studenten nicht erspart, allerdings werden sämtliche sozialwissenschaftliche Grundlagen direkt in der Anwendung vermittelt, etwa in den Modulen „Theory and Ethics“, „Media Studies“ oder dem (mit Martin Bauer himself) erdachten Modul zur Methodologie und Anwendung empirischer Sozialforschung in der Wissenschaftskommunikation, das ganz auf die in Washington gelebte Schiene der „Science of Science Communication“ einzahlt.

Der internationale Vergleich…
…verschiedener Medien-, Wissenschafts- und Politiksysteme, der sich bei uns durch nahezu alle Module zieht, birgt unglaubliche Einsichten auch für die Praxis im eigenen Land, gerade eben weil zwischen China und Chile, Kanada und Kenya so riesige Unterschiede sind. „Comparative Media Studies“ beispieislweise ist deshalb geradezu ein Hype in der Kommunikationsforschung. Derzeit haben wir gut 40% „Bildungsausländer“ aus rund 100 Ländern bei uns in der Fakultät (übrigens bundesweit wohl ein Höchstwert), was einen im besten Sinne lebendig brodelnden Melting Pot ergibt und somit automatisch ein transkulturelles Peer-Learning ermöglicht, einfach durch den ständigen Austausch der Studis und Dozenten und Profs aus aller Herren Länder untereinander. Aber genug geschwärmt. Wirklich gut analysiert hat dies ein Beitrag, der soeben bei SciDev erschienen ist:
http://www.scidev.net/global/communication/news/science-communication-degree-free-places.html

Details zu den einzelnen Modulen…
…des Studiengangs werden i.d.R. nie veröffentlicht, solange der Akkreditierungsprozess nicht abgeschlossen ist, und in dem stecken wir gerade mittendrin. 😉

Just heute (31.08.) enden übrigens zwei Ausschreibungen unserer Fakultät, einmal für die nächste W2-Professur „Wissenschaftskommunikation“ und dann für meine(n) nächste(n) Wissenschaftliche(n) Mitarbeiter(in):
http://www.hochschule-rhein-waal.de/fileadmin/user_upload/Pdf/Ausschreibungen/03.06.2014/2014_05_27_KHS_Ausschreibungstext_Professur_Wissenschaftskommunikation.de.pdf

http://www.hochschule-rhein-waal.de/fileadmin/user_upload/Pdf/Ausschreibungen/08.07.2014/2014_06_17_06_F1_14_Ausschreibungstext_de.pdf

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