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Beruf Wissenschaftskommunikation Wissenschaft und Kommunikation

Wählen Sie den „Wissenschafts-Blog des Jahres 2017“

Blogautor Wissenschaft kommuniziert

Der „Wissenschafts-Block“, Auszeichnung für die populärsten Wissenschaftsblogs des Jahres 2017.

Blogs sind ein wichtiges und inzwischen sogar unverzichtbares Instrument der Wissenschaftskommunikation – viel zu wenig genutzt von Instituten und Institutionen, aber eifrig betrieben von vielen höchst engagierten jungen Wissenschaftlern und Beobachtern des Wissenschaftsbetriebs. Die wenigsten davon sind Kommunikationsprofis – aber fast von jedem kann man etwas lernen.

Doch die Zahl der Blogs ist nahezu unendlich groß. Die Szene ist unübersichtlich und wird auch durch Suchmaschinen kaum transparenter. Wir wollen deshalb mit dieser Wahl zwei Dinge:

  • Erstens die besten und populärsten herausstellen,
  • und zweitens interessante Beispiele zeigen, wie jeder Forscher, jedes Institut, jeder Verantwortliche seine Informationen in die Öffentlichkeit des Internets bringen, seine Perspektive darstellen kann.

Wir wählen daher hier wieder – zum siebten Mal ­– den „Wissenschafts-Blog des Jahres“, die Publikumswahl der populärsten Wissenschaft-Blogs. Wählen Sie aus, aus der ungeheuren Vielfalt, welcher Blog Ihnen am besten gefällt, welchen Sie für den besten halten, welcher vielleicht ohnehin schon seit Langem Ihr Favorit ist. Das Ergebnis ist der beliebteste Wissenschaftsblog des Jahres – er erhält als Auszeichnung den „Wissenschafts-Block“ in Gold.

Ganz aktuell in „postfaktischen“ Zeiten: Das Blog-Teufelchen

Dieses Logo als Preis für das „Blog-Teufelchen der Wissenschaftskritik 2017“.

Doch in der Vielfalt der Blogs gibt es nicht wenige, die eine ganz andere Sicht auf die Wissenschaft haben als die etablierten Wissenschaften selbst. Sie betrachten die Strukturen der Wissenschaft, ihre Handlungen und ihre Ergebnisse kritisch, skeptisch oder lehnen sie sogar von vorherein ab. Aber sie erreichen ein großes Publikum und segeln unter dem Signum „Wissenschaft“. Und da es hier in diesem Blog um Wissenschaftskommunikation geht – also den Dialog der Wissenschaft mit der Gesellschaft, der Bevölkerung oder Teilen von ihr – kann dies der Wissenschaftskommunikation nicht gleichgültig sein. Wir haben diese kritischen Blogs und andere, die sich wiederum aus Sicht der Wissenschaft mit der Skepsis gegenüber der Wissenschaft beschäftigen, in der Rubrik „Wissenschaftskritik“ zusammengefasst. Ein paar Gedanken zu diesem scheinbaren Widerspruch habe ich schon vor einiger Zeit in dem Post „Was ist ein Wissenschafts-Blog? – Da gibt es viele Perspektiven!“ beschrieben.

Wie wichtig das ist, hat die allseits bekannte und renommierte Kollegin Dr. Elisabeth Hoffmann kürzlich erneut in einem Gastbeitrag in diesem Blog beschrieben: Zwölf Prozent: Wissenschaftskommunikation mit Wissenschafts-Skeptikern. Als wir mit dieser Wahl begannen, war das Wort „postfaktisch“ noch gar nicht bekannt, 2016 wurde es das „Wort des Jahres. Und auch da spielten „Fake news“ und „alternative Fakten“ noch keine Rolle – die Verleugnung der Realität ist heute eines der großen, aktuellen gesellschaftlichen Probleme. Das zeigte unter anderem im letzten Frühjahr der „March for Science“, bei dem allein in Deutschland rund 35.000 Menschen auf die Straße gingen.  In der Politik sind die Abstimmung zum Brexit und die Wahl Donald Trumps zum amerikanischen Präsidenten zu Alarmzeichen des Postfaktischen geworden.

Die Wissenschaft muss Zeiten fürchten, da Fakten nicht mehr erwünscht sind. Schon ist bei Populisten nicht nur von der „Lügenpresse“, sondern auch von der „Lügenwissenschaft“ die Rede. Wissenschaftskommunikation muss diese Strömungen ernst nehmen, viel ernster als bisher. Und darauf soll die Wahl des „Blog-Teufelchens der Wissenschaftskritik“ aufmerksam machen. Die Kandidatenliste enthält einige wissenschaftskritische Blogs, aber auch Blogs, die auf dem Boden der etablierten Wissenschaft stehen, sich jedoch mit der Wissenschaftskritik beschäftigen.

Eine Wahl aus etwa 25 Kandidaten – mit Links zum ausprobieren

Um die Wahl einfacher für Sie zu machen, haben wir eine Vorauswahl von etwa 25 Kandidaten getroffen (weitere Blogs können – für die Wahl im nächsten Jahr – gern als Kommentar zu dieser Ausschreibung oder zum später folgenden Bericht über die Ergebnisse benannt werden, bitte machen Sie hier unten als Kommentar Ihre Vorschläge). Eine Richtschnur bei der Auswahl der Kandidaten war die Stimmenzahl, die diese Blogs in den letzten Jahren erhalten hatten, auch das Ranking „Top Blogs“ half in vergangenen Zeiten mit, seit einiger Zeit existiert es leider nicht mehr. Daneben wird die Kandidatenliste ständig aktualisiert und erweitert durch Vorschläge der Leser (neue Vorschläge für das kommende Jahr sind herzlich willkommen) und eigene Recherchen der Redaktion. Und schließlich haben wir auch die „Top 100“ des Blogs „Bloggerei“ genutzt (was nicht sehr fruchtbar war, da nur wenige Wissenschaftsblogs vertreten sind und nur die Zugriffszahlen des Tages zählen – vor allem die Liste der Blog-Teufelchen-Kandidaten profitierte davon). Bei allen Kandidaten ist ein Link zum Blog unterlegt.

Was braucht der Wissenschafts-Blog des Jahres? Kriterien für die Wahl können sein:

  •  ein ausgereiftes Konzept;
  •  ein Thema, das über die Interessen von Spezialisten hinausreicht;
  •  fundierte Inhalte, die ansprechend und aktuell aufbereitet sind.

Gewinner der Wahlen in den Vorjahren waren die Blogs „Astrodicticum Simplex“ (2011, 2013), „Planckton“ (2012), „Primaklima“ (2014), „Archaeologik“ (2015) und „Wissenschaft aktuell“ (2016). Das Blog-Teufelchen der Wissenschaftskritik erhielten, seitdem es vor drei Jahren zum ersten Mal verliehen wurde „grenz|wissenschaft“ (2014), und „GWUP|die skeptiker“ (2015, 2016).

Ihre Stimme zählt: So wird gewählt:

Bei der Wahl zum „Wissenschafts-Blog des Jahres“ haben Sie drei Stimmen (drei Blogs werden ausgezeichnet: Gold, Silber, Bronze), beim „Blog-Teufelchen der Wissenschaftskritik“ können Sie nur einen Blog wählen (es wird auch nur einer ausgezeichnet). Ende dieser Abstimmung ist am 1. Januar 2018 um 24.00. Dann werden die Stimmboxen geschlossen und es wird ausgezählt. Die Ergebnisse finden Sie ein paar Tage später – hier in diesem Blog, aber natürlich auch auf Twitter und Facebook.

Auf geht es zur Wahl der „Wissenschafts-Blogs des Jahres 2017:

 

 

 

Die zweite Wahl, keine „zweite Wahl“: Das „Blogteufelchen der Wissenschaftskritik“:

 

 

Die Wahl wurde am 1. Januar 2018 um 24.00 Uhr beendet.

Das Ergebnis wurde festgehalten und wird ausgewertet. Damit Sie auch als Spätkommer noch die Vorschläge sehen und die Links zu ihnen verfolgen können, bleiben die Stimmzettel aktiv, werden aber nicht mehr ausgewertet. Das Ergebnis vom 1. Januar 2018, 24.00 Uhr finden Sie in wenigen Tagen hier im Blog „Wissenschaft kommuniziert“.

18 Antworten auf „Wählen Sie den „Wissenschafts-Blog des Jahres 2017““

Das ist ja eine tolle Aktion! Ich hoffe, für den nächsten Durchgang findet mein Blog eventuell auch Beachtung. 🙂
Bei mir dreht sich alles um Naturwissenschaft, passend dazu gibt es auch Experimente für zu Hause und leckere Rezepte.
Viele Grüße, Becky

Passt wahrscheinlich nicht ganz in die Kriterien, da der Blog stärker auch Service und Community-Funktionen hat als eine Kommunikations-/Schnittstellenfunktion, aber da sozialwissenschaftliche Blogs in der Liste ansonsten völlig abstinent sind, sei auf den Theorieblog hingewiesen: http://www.theorieblog.de/ – der seit mittlerweile fast acht Jahren eine Vielzahl politischer Debatten mit Beiträgen aus der Politischen Theorie/Philosophie begleitet, gelegentlich popularisiert, aber auch Buchforen und ähnliches veröffentlicht [full disclosure: ich gehöre zu den Gründern und bis heute Herausgebern – ein anderes wichtiges Organ in den Sozialwissenschaften irgendwo zwischen Portal und Blog ist soziopolis.de

Lieber Reiner Korbmann, aus gegebenem Anlass Ihres Aufrufes zur Wahl des Wissenschaftsblogs möchte ich mich als SciLogs-Video-Bloggerin
https://scilogs.spektrum.de/hyperraumtv/
und Betreiberin des TV-Senders HYPERRAUM.TV
http://hyperraum.tv/
kurz bei Ihnen melden. Wenn ich mir die tolle Liste Ihrer ehrwürdigen Wissenschafts-Blogs anschaue, dann weiß ich natürlich, dass ich mir mit meinem vor einem Jahr gestarteten, noch vergleichsweise jungen, und vor allem wenig bekannten Video-Blog keine Hoffnung auf eine Nominierung machen darf. Aber dennoch: Ich würde mich freuen, wenn Sie bei passender Gelegenheit in Ihrer doch sehr weit reichenden Community auf mein Projekt aufmerksam machen könnten. Für mich als gelernte schreibende Journalistin, die nach mehr als zwei Jahrzehnten Beratertätigkeit jetzt wieder full time – und zwar als Videoproduzentin – „back to the roots“ ist (und ihrem weitgehend brotlosen Engagement vor allem als Überzeugungstäterin nachgeht), ist die Verbesserung der Reichweite das eigentliche „Maß aller Dinge“. Ich freue mich dabei natürlich über Lob als Motivationstrigger, aber ebenso über konstruktive Kritik, weil man damit nur besser werden kann – soweit die eigenen Mittel dafür halt reichen. Und zweifellos hoffe ich auch auf neue Blog-Leser oder Zuschauer für meine zwar nicht unbedingt produktionstechnisch perfekten, dafür aber in jedem Fall authentischen Reportagen. Und wer könnte da als Multiplikator besser geeignet sein als „Wissenschaft kommuniziert“!

Lieber Reiner Korbmann, aus gegebenem Anlass Ihres Aufrufes zur Wahl des Wissenschaftsblogs möchte ich mich als SciLogs-Video-Bloggerin
https://scilogs.spektrum.de/hyperraumtv/
und Betreiberin des TV-Senders HYPERRAUM.TV
http://hyperraum.tv/
kurz bei Ihnen melden. Wenn ich mir die tolle Liste Ihrer ehrwürdigen Wissenschafts-Blogs anschaue, dann weiß ich natürlich, dass ich mir mit meinem vor einem Jahr gestarteten, noch vergleichsweise jungen, und vor allem wenig bekannten Video-Blog keine Hoffnung auf eine Nominierung machen darf. Aber dennoch: Ich würde mich freuen, wenn Sie bei passender Gelegenheit in Ihrer doch sehr weit reichenden Community auf mein Projekt aufmerksam machen könnten. Für mich als gelernte schreibende Journalistin, die nach mehr als zwei Jahrzehnten Beratertätigkeit jetzt wieder full time – und zwar als Videoproduzentin – „back to the roots“ ist (und ihrem weitgehend brotlosen Engagement vor allem als Überzeugungstäterin nachgeht), ist die Verbesserung der Reichweite das eigentliche „Maß aller Dinge“. Ich freue mich dabei natürlich über Lob als Motivationstrigger, aber ebenso über konstruktive Kritik, weil man damit nur besser werden kann – soweit die eigenen Mittel dafür halt reichen. Und zweifellos hoffe ich auch auf neue Blog-Leser oder Zuschauer für meine zwar nicht unbedingt produktionstechnisch perfekten, dafür aber in jedem Fall authentischen Reportagen. Und wer könnte da als Multiplikator besser geeignet sein als „Wissenschaft kommuniziert“!

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